Filicudi – Seestücke und Felsen

Filicudi. Hildegard Ochse, 1985
o.T. Filicudi. © Hildegard Ochse, 1985

Filicudi – Seestücke und Felsen

Fotografien von Hildegard Ochse
EMOP Berlin 2020 @ Galerie Beate Brinkmann
2. Oktober bis 30. Oktober 2020
Kuratiert von Benjamin Ochse

Die Autorenfotografin Hildegard Ochse (1935-1997) nahm sich auf der italienischen Insel Filicudi viel Zeit für lange Wanderungen entlang der Felsküste, dabei entstanden zahlreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Sehr still sind ihre Bilder, teils wie mit dünner schwarzer Farbe, lasierend aufgetragen oder wie mit feinem Grafitstift gezeichnet. Zeitlos und melancholisch, hart in den Felskanten und weich in den feinen Grauabstufungen. Küsten- und Felslandschaften zählten neben Stadtlandschaften zu ihren Motiven. Ihre Bilder sind hoheitsvoll, einfach und würdig, dabei entstehen sakral ähnliche Bildformen. Sie machen den Betrachter nachdenklich, sind romantisch, leicht düster, mehrschichtig und realistisch. Um den Stimmungsgehalt zu verstehen, muss man sich vergegenwärtigen, dass der Topos des Augenblicks auf das Meer und auf Schiffe bereits in der Romantik als ein Ausdruck der Einsamkeit und Sehnsucht weit verbreitet war. Hildegard Ochse hinterließ ein umfangreiches kontemplatives Werk in Schwarz-Weiß auf Silbergelatinepapier.

Galerie Beate Brinkmann
Fasanenstraße 69
10719 Berlin
Di .– Fr.  12–18 Uhr
Sa.  12–16 Uhr